13. Mai 2019 Stephan Ruhle

Die BMW S 1000 XR

Jungfernfahrt mit unserer neuen BMW S 1000 XR!
…..und da musste ich als eingefleischter GS-Fahrer mal kurz untreu werden. Wer nicht vergleicht, kann auch nicht urteilen. Das erinnert mich an den Spruch der Frau: „Schatz, was schaust Du den jungen Fohlen hinterher???“ Er: „Liebste! Nur so kann ich feststellen, wie schön Du bist!“ 🙂

Also habe ich meine 171cm Körperlänge auf die bestickte Sitzbank geschwungen und stand fast vor einem Problem. Bitte keine tiefen Spurrillen vor der Ampel! Die XR hat eine stattliche Höhe und der Fahrer sollte über Fahrpraxis verfügen, wenn er meine Körperkürze hat. Aber: ich will ja fahren und nicht stehen. Kurzer Druck auf das kleine rote Knöpfchen und die vier Kammern sind geflutet. Unmissverständlich stelle ich fest, dass ich zwei Zylinder mehr als gewöhnlich unter mir habe…aber klingt schon im Ansatz gewaltig. Obwohl 165 PS sicherlich mehr Leistung sind, als 99% aller Landstraßen-Cowboys benötigen, lasse ich sie mal anlaufen und mich etwas überraschen. Nach ein paar Metern ziehen sich meine Mundwinkel leicht nach oben- sie macht echt Laune! Ein Wenig das Mischgefühl aus Freude und Staunen. Sie vermittelt mir, immer ans Gas zu wollen und sie braucht nicht lange, um mich zu überzeugen- aber: immer kontrolliert bleiben und nicht unterliegen. Nach den ersten Kurven wird auch die Leichtfüßigkeit deutlich. Im Einlenkverhalten scheinbar sogar noch wendiger als die GS. Ich vermute, das ist das kleinere Vorderrad. Drehfreudig und hungrig reiße ich ein paar Kilometer ab. Der Schaltassi geht butterweich und überzeugt sogar mich als konservativen Kuppler – hoch wie runter. Die wirklich kernig schwere Kupplung möchte ich ehrlich gesagt auch nicht untrainiert über 400 Alpenkilometer aushalten müssen- somit Schaltassi – check! Der Blick ins Cockpit etwas nüchtern gegen das neue TFT (…das ich sowas je sagen würde….) aber die Drehzahl und Geschwindigkeit immer gut im Blick; sollte man auch, denn rucki-zucki 140 und hoffentlich keine teuren Kameras mit Selbstauslöser am Straßenrand. Da hilft auch das Umschalten vom Dynamic-Modus auf Road-Modus nichts- Kraft im Überfluss ist immer vorhanden und es entscheidet die rechte Hand.

Fazit nach den ersten 200 Kilometern ist für mich, dass die XR echt tierisch Spaß macht und für alle, die sich für die GS noch zu jung halten, genau die passende Alternative darstellt. Ich brauche meine brummigen zwei Zylinder und das Drehmoment des Boxers und natürlich MEINE SITZHÖHE.

Kommt doch mal bei uns im BMW Motorradzentrum Stuttgart bei uns vorbei und fahrt sie mal ein Wochenende zur eigenen Überzeugung.

…und wenn Ihr nun in den Alpen einer XR im HP-Style mit roten Koffern begegnet, dann könnt Ihr sicher sein, dass sie von Rent-a-Boxer ist 🙂

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